Johanniskraut Dosierung: Alles über Wirkungseintritt und Einnahme 1

Johanniskraut Dosierung: Alles über Wirkungseintritt und Einnahme

Johanniskraut.net kann Ihnen nur eine erste Richtung zum Thema Johanniskraut geben. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Johanniskraut Dosierung: Die Art und Dauer der Anwendung, die Dosierung pro Tag ebenso wie die Darreichungsform des Johanniskrauts lassen sich gut variieren und den Bedürfnissen der Patienten anpassen. Als Kräutertee, in homöopathischer Zubereitung oder als kalifornische Blütenessenz ist eine sehr milde Wirkung zu erwarten, die auch kaum das Risiko einer Wechselwirkung mit anderen Arzneien mit sich bringt.

Eine hohe Dosierung kann (bedenkenlos) mit Extrakten erfolgen, die in Kapselform angeboten werden. Tinktur oder Öl (Mazerat) können äußerlich für Umschläge, Einreibungen und direktes Auftragen benutzt oder wahlweise eingenommen werden. Wie die Heil-Erfahrung aus vielen Jahrhunderten beweist, sind auch selbst hergestellte Produkte mit Johanniskraut nachhaltig wirksam. Die Gefahr einer Überdosierung besteht nicht.

Das Johanniskraut wird bereits seit mehreren Jahrhunderten als essenzielle Heilpflanze eingesetzt. Besonders kommt sie oft zum Einsatz, wenn jemand unter Depressionen oder Stimmungstiefs leidet. Doch was man alles über die Pflanze, ihre Wirkung und ihre Dosierung wissen sollte, wird in diesem Ratgeber verraten.

Was ist Johanniskraut?

Johanniskraut Dosierung: Unter den einheimischen Pflanzen ist das Johanniskraut die einzige, die eine stimmungsaufhellende Wirkung hat. Dies konnte schon anhand vieler durchgeführter Studien nachgewiesen werden. Angesichts dessen wird besonders gerne eine Zubereitung mit Johanniskraut bei innerer Unruhe, depressiven Verstimmungen und leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt.

Außer Acht gelassen werden darf aber nicht, dass es sich bei einer Depression um eine ernst zu nehmende Krankheit handelt. Deswegen sollte jeder, der an einer Depression leidet, einen Arzt aufsuchen. Ebenso sind Medikamente gegen Depressionen, also Antidepressiva, immer verschreibungspflichtig.

Dennoch gibt es etliche, aus Johanniskraut hergestellte Mittel, die frei verkäuflich sind und bei innerer Unruhe, jahreszeitbedingten oder hormonellen Stimmungsschwankungen eingesetzt werden können.

Inzwischen gilt das Johanniskraut zu der Pflanze, die am meisten und am genauesten untersucht wurde. Mehrere Studien konnten die stimmungsaufhellende Wirkung nachweisen und kann aus diesem Grunde als pflanzliches Mittel gegen Depressionen angesehen werden. Der Zusammenhang mit der Wirkung und der Aktivität der Neurotransmitter konnte zweifelsfrei in den Studien belegt und nachgewiesen werden.

Die Neurotransmitter gelten als Bodenstoffe, die den Fluss der Informationen zwischen den menschlichen Nervenzellen ermöglichen. Besonders positiven Einfluss kann der Inhaltsstoff auf das Serotonin haben.

Dieses wird größtenteils auch als „Glückshormon“ betitelt und ist in Wahrheit kein Hormon, sondern ein Neurotransmitter. Eine Depression entsteht überwiegend, wenn ein Mangel an Serotonin im Körper vorliegt. Aus diesem Grunde wirken pflanzliche wie auch chemische Antidepressiva größtenteils auf den Haushalt dieses Serotonins.

Die Anwendungsarten

Die äußerliche Anwendung

Das hergestellte Öl aus Johanniskraut, stellt für verletzte Haut ein natürliches Heilöl dar, welches auch Schmerzen hervorragend lindern kann.

Das Johanniskrautöl ist ein rotes, heilsames Öl, welches aus den gelben Blüten der Pflanze hergestellt wird. Die rote Farbe brachte dem Öl die volkstümlichen Namen wie Johannisblut oder Rotöl. Kleine, feine Drüsen, die mit ätherischen Ölen gefüllt sind, sind an den Blütenblättern enthalten.

Um Johanniskrautöl herzustellen, benötigt man keinen Destillierapparat, es reicht vollkommen aus, die Blüten mit Sonnenblumenöl oder mit Olivenöl zu übergießen und in der Sonne ruhen zu lassen. Das warme Öl zieht dabei die wichtigen Wirkstoffe aus den Blüten.

In der Kräutermedizin wird Johanniskraut schon seit Jahrhunderten, aufgrund seiner vielen guten Wirkstoffe als Wunderheilung eingesetzt. Folgende Wirkstoffe sind in der Pflanze enthalten:

  • Hypericin, der Blütenfarbstoff, hat eine bakterielle, entzündungshemmende Wirkung
  • unterschiedliche Polyphenole, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken
  • Hyperforin, fördert die Wundheilung und wirkt ebenfalls Entzündungen entgegen.

Das Hypericin und Hyperforin sollen auch die stimmungsaufhellende Wirkstoffe des Johanniskrauts sein.

Die äußerliche Anwendung von Johanniskraut empfiehlt sich bei akuten Verletzungen mit Schmerzen ebenso wie bei schmerzhaften degenerativen Gelenkerkrankungen, Rheuma, Gicht, Arthritis, Ischias.

Die Zubereitungs- und Verwendungsarten sind vielfältig: Mit dem getrockneten Kraut lassen sich mit Hilfe von Vaseline, Kakaobutter oder Bienenwachs Salben oder mit Wasser Umschläge zubereiten.

Eine Tinktur lässt sich gut für die Erste-Hilfe-Hausapotheke selbst herstellen: Dazu werden 10 Gramm getrocknetes Johanniskraut und 50 Gramm hochprozentiger Alkohol in einem dunklen fest verschließbaren Glas für etwa 14 Tage angesetzt. Die Tinktur eignet sich zur direkten Desinfektion (Vorsicht bei Kindern: Der Alkohol brennt!), und verdünnt für Umschläge. Als Alternative zum Alkohol eignet sich Apfelessig.

Johanniskraut Dosierung

Die innere Einnahme

Johanniskraut Dosierung: Bis zu 2000mg Extrakt täglich (z.B. in Kapseln) können bedenkenlos eingenommen werden. Zur Einnahme eignen sich Frischsaft, Johanniskrautöl, Extrakt in Pulver- oder Kapselform oder Tees aus dem getrockneten Kraut.

Dazu kommen noch die homöopathische Zubereitung als Urtinktur oder in der Verdünnung (Potenz) D3 bis D12, und eine Weiterentwicklung des Prinzips der Bachblüten: St. John’s Wort als Kalifornische Blütenessenz. Drei- bis viermal täglich bis zu 10 Tropfen oder Globuli auf die Zunge oder mit einem Glas Wasser sind die übliche Dosierung.

Vom Johanniskrautöl werden zwei bis drei Esslöffel über den Tag verteilt verabreicht, der Tee wird mehrmals täglich getrunken. Wer kein Öl schlucken mag, kann das Rotöl in Form von Kapseln kaufen

Die Einnahme der Extrakte in Form von Kapseln hat den unschätzbaren Vorteil, dass die Wirkstoffe homogenisiert und daher eine genaue Dosierung möglich ist. Kapseln sind mit oder ohne Rezept erhältlich, abhängig von der Wirkstoff-Konzentration.

Die Rezeptpflicht soll nicht etwa vor der Gefahr einer Überdosierung schützen, denn diese ist bei Johanniskraut nicht zu befürchten. Aber Patienten mit schweren depressiven Episoden sollten sich professionelle Hilfe holen, denn eine Selbstmedikation bei Symptomen unklarer Herkunft kann gefährlich falsch sein – ganz unabhängig vom therapeutischen Wert des Johanniskrauts.

Extrakt, Öl und Tinktur eignen sich ebenso wie Tees zur Behandlung psychischer und psychosomatischer Leiden. Extrakt in Pulver- oder Kapselform kann in einer Tagesdosis zwischen 300 und 2000 mg eingenommen werden. Von der Tinktur sind bis zu dreimal täglich etwa 10 Tropfen auf ein Glas Wasser empfehlenswert.

Tees, die Potenzen D3 bis D12 der homöopathischen Zubereitung und die Blüten-Essenz weisen die geringste Konzentration der wirksamen Inhaltsstoffe auf: Die Wirkung setzt erfahrungsgemäß trotzdem ein, jedoch langsam, milde und mit einem relativ geringen Risiko von Wechselwirkungen mit anderen Arzneien.

Die Höchstdosis bei innerer Anwendung

Johanniskraut Dosierung: Erfahrungen ebenso wie intensive Studien haben ergeben, dass selbst eine Dosierung von 2000 mg am Tag gut vertragen wird.

Eine „Überdosis“ scheint bei Johanniskraut gar nicht zu existieren. Allerdings steigt die UV-Lichtempfindlichkeit der Haut schneller an, je höher die Tagesdosis ist: Hier sollten Patienten Rücksicht nehmen und für die Dauer der Einnahme auf extreme Sonnenbäder verzichten.

Die Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel

Johanniskraut Dosierung: Johanniskraut kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, wobei zu beachten ist, dass die zu erhaltenen Präparate aus Drogerien und Supermärkte keine verlässliche Wirkung haben. Präparate, hingegen, die man in der Apotheke bekommt, sind meist auch ausreichend hoch dosiert.

Die Wirkung

Die Dauer bis zum Wirkeintritt von Johanniskraut

Bei schwereren, wiederkehrenden oder länger anhaltenden Depressionen sollten Patienten sich stets in die Hand eines Arztes begeben, um eine gesicherte Diagnose unter Beachtung aller möglichen Ursachen und Aspekte zu erhalten. Oft hilft nur eine Kombination verschiedener Maßnahmen, oder es liegen bestimmte organische Erkrankungen vor, die der Behandlung bedürfen.

Wann und wie mit einem Wirkungseintritt natürlicher Heilmittel zu rechnen ist, hängt unter anderem davon ab, wie lange der belastende Zustand bereits anhält und wie stark die Symptome ausgeprägt sind. Johanniskraut-Präparate mit hoher Dosierung der Wirkstoffe sind übrigens aus genau diesem Grund verschreibungspflichtig. Generell ist, unabhängig von der Dosierung, mit einem Wirkungseintritt nach ca. 2 Wochen zu rechnen.

Gleich ob nach ärztlicher Anweisung oder selbst verordnet: Beim Gebrauch von Johanniskraut sollten Patienten etwas Geduld haben. Je nach Dosierung und Problemlage beginnen sich meist erst einzelne Symptome zu bessern. Ein Wirkungseintritt macht sich zuweilen schon nach Tagen, häufig aber auch erst nach etwa drei Wochen bemerkbar. Gelegentlich tritt eine Stimmungsaufhellung auch schneller ein.

Das Warten wird meist mit einer nachhaltigen Veränderung der Situation zum Positiven belohnt: Stellen sich die ersten Veränderungen ein, kommt eins zum anderen: Mehr Entspannung und besserer, erholsamer Schlaf helfen, das Energie-Reservoire wieder aufzuladen. Die Fähigkeit zur Konzentration verbessert sich, das Leistungsvermögen nimmt zu. Entsprechend findet der Patient schrittweise immer mehr Zuversicht und Kraft für den Alltag.

Johanniskraut Dosierung: Bei schweren, länger anhaltenden oder immer wiederkehrenden Depressionen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um eine gesicherte Diagnose unter der Beachtung aller möglichen Aspekte und Ursachen zu bekommen. In vielen Fällen kann nur eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen helfen.

Wie und wann man mit einem Wirkungseintritt bei natürlichen Heilmitteln rechnen kann, ist auch abhängig davon, wie lange man schon unter einem belastenden Zustand leidet und wie stark die Symptome sind. Unabhängig von der Dosierung ist bei einer Behandlung mit Johanniskraut-Präparaten mit einem Wirkeintritt nach etwa 2 Wochen zu rechnen. Ganz egal, ob selbst verordnet oder auf Anraten des Arztes, bei einer Einnahme von Johanniskraut braucht man etwas Geduld.

Je nach dem unter welchen Symptomen man leidet und je nachdem wie hoch die Dosierung ist, kann sich auch oftmals erst eine Besserung einzelner Symptome zeigen. Doch was das Warten angeht, wird man meist mit einer nachhaltigen positiven Veränderung der gesamten Zustände belohnt.

Werden die ersten Symptome besser, kommt nämlich meistens eins zum anderen: Der Patient wird entspannter sein, besser und erholsamer schlafen und dadurch seine Energiereserven wieder deutlich leichter auffüllen können. Die Konzentrationsfähigkeit wird sich verbessern, das Leistungsvermögen zunehmen und dadurch wird der Patient in seinem Alltag mehr Kraft und Zuversicht finden.

Die Wirkungsdauer von Johanniskraut

Johanniskraut Dosierung: Wie viele Naturheilmittel wirkt das Johanniskraut auf eine ganze Reihe von Hormonen und Neurotransmitter und deren Rezeptoren ein. Auf diese Weise hilft es dem Organismus, sich selbst zu regulieren. Damit setzt es einen positiven Kreislauf in Gang.

Johanniskraut heilt die Psyche und hilft, depressive Episoden zu überwinden. Ist der Zustand des Patienten zufriedenstellend stabil, kann das Präparat abgesetzt oder die Dosis kann verringert werden. Wann die Einnahme eingestellt wird, ist letztlich Gefühlssache, insbesondere bei Depressionen.

Weil eben nicht nur Symptome behandelt, sondern ganze Stoffwechselprozesse angesprochen werden, ist auch nicht zu befürchten, dass nach Ende einer bestimmten Wirkungsdauer des Johanniskrauts erneut Probleme auftreten.

Wer erfahrungsgemäß häufiger zu Schlafstörungen oder Depressionen neigt oder weiterhin von Burnout bedroht ist, kann Johanniskraut natürlich vorsorglich einnehmen, beispielsweise zu Beginn der dunklen Jahreszeit, vor Prüfungen oder in Zeiten beruflich besonders hoher Anforderungen.

Johanniskraut-Präparate üben einen einschränkenden Einfluss auf eine Reihe anderer Medikamente aus. Die Wirkungsdauer oder Nachweisbarkeit der dafür relevanten Inhaltstoffe im Blut endet etwa sieben Tage nach der letzten Einnahme, unabhängig von der Dosierung. Das Gute daran: Die psychischen Probleme treten nicht wieder auf.

Johanniskraut Dosierung: Wie auch viele andere Naturheilmittel wirkt sich das Johanniskraut auf mehrere Neurotransmitter und Hormonen aus. Dadurch hilft es dem Körper, sich selbst regulieren zu können und dadurch wird sich ein positiver Kreislauf in Gang setzen. Die Heilpflanze kann helfen, die Psyche zu heilen und depressive Phasen zu überstehen.

Ist der Zustand des Patienten stabil und er ist zufrieden, kann die Dosis verringert werden oder ganz abgesetzt. Wann eine Einnahme eingestellt wird, ist insbesondere bei Depressionen eine Frage der Gefühle. Da mit dem Johanniskraut nicht allein die Symptome, sondern auch der gesamte Stoffwechselprozess behandelt wird, ist nicht zu befürchten, dass nach der Einnahme erneut dieselben Probleme auftreten.

Die Dauer der Anwendung von Johanniskraut

Allein der Bedarf entscheidet darüber, wie lange Patienten Johanniskraut sowohl bei akuten als auch bei langwierigen Krankheitsbildern einnehmen dürfen – zumal besonders bei psychischen Belastungszuständen bis zu zwei Wochen bis zu einem Wirkungseintritt vergehen können.

Wer Johanniskraut dauerhaft einnehmen möchte, kann sich sicher fühlen. Auch wer sich selbst versehentlich eine Überdosis verabreicht, braucht nichts zu befürchten. Eventuelle Nebenwirkungen können oft schon durch ein Verringern der Dosis beendet werden, bevor der Patient an ein vollständiges Absetzen denken muss. Abhängigkeiten entstehen nicht.

Im Gegensatz zu vielen der üblichen Antidepressiva, Schlaf- oder Beruhigungsmittel hat Johanniskraut einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmungsfähigkeit, die Konzentration und die allgemeine Spannkraft, je länger es eingenommen wird.

Wie oben beschrieben, entscheidet zum größten Teil das Gefühl, wann das Präparat abgesetzt wird. Immer zu beachten ist, dass die Wirkung zumeist erst nach zwei Wochen eintritt. Wer Johanniskraut als dauerhafte Medikation einnehmen möchte, kann sich auf der sicheren Seite fühlen.

Eine Abhängigkeit kann nicht entstehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Antidepressiva, hat das Johanniskraut äußerst positive Einflüsse auf die Konzentration, die allgemeine Spannkraft und die Wahrnehmungsfähigkeit, je länger es zu sich genommen wird.

Das Johanniskraut absetzen

Johanniskraut Dosierung: Was geschieht, wenn Patienten nach einer Weile ein Präparat mit eventuell hoch dosiertem Johanniskraut wieder absetzen möchten? Die Antwort ist recht einfach: Es geschieht nichts – zumindest nichts Negatives. Die Anwendungsdauer lässt daher sich dem Bedarf problemlos anpassen. Von einem Wirkungseintritt an dauert es oft Monate bis zum Zustand einer echten psychischen Stabilisierung des Patienten, immer abhängig von der Schwere der psychischen Beeinträchtigung.

Die meisten nicht natürlichen Psychopharmaka, ebenso Schlaf- und Beruhigungsmittel sollten nach einiger Zeit der Anwendung nicht sofort abgesetzt werden, sondern „ausgeschlichen“ – das heißt, die Dosis wird über eine Reihe von Tagen allmählich herabgesetzt. Andernfalls drohen unliebsame Nebenwirkungen. Einige dieser Medikamente können eine Art Abhängigkeit erzeugen – und entsprechende Entzugserscheinungen, sobald die Einnahme gestoppt wird.

Diese Gefahr besteht, unabhängig von der Dosierung, bei Johanniskraut nicht. Johanniskraut ist frei von diesen Risiken. Besteht kein Bedarf mehr oder treten (milde, ungefährliche) Nebenwirkungen auf, kann sich der Patient sofort davon trennen oder eine andere Darreichungsform wählen, die ihm besser zusagt. Eventuelle Nebenwirkungen klingen sofort ab.

Ein weiterer Vorzug von Johanniskraut bei der Anwendung gegen psychische Leiden: Da es keine Symptome unterdrückt, sondern die Ursachen von Depressionen, Burnout, Ungleichgewicht der Hormone während der Wechseljahre, Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität an der Wurzel bekämpft, kehren die Probleme nach dem Absetzen nicht einfach zurück. In der Mehrzahl der Fälle stabilisiert sich der Zustand der Patienten nach einer gewissen Einnahmedauer nachhaltig. Die Einnahme von Johanniskraut kann eingeschränkt oder auch ganz eingestellt werden, wenn die Anwender sich stabil und geheilt fühlen.

Was genau passiert, wenn ein Mensch nach einer ganzen Weile das Präparat wieder absetzen möchte? Da ist eine recht einfache Antwort drauf gegeben: Es passiert nichts – zumindest nichts nachteiliges. Daher kann man die Dauer der Anwendung ganz ohne Probleme anpassen. Es können Monate zwischen Wirkungseintritt und einer psychischen Stabilisierung eines Menschen vergehen.

Viele andere Antidepressiva, Schlafmittel oder Beruhigungsmittel sollten nach einer längeren Einnahmedauer ausgeschlichen werden, das heißt, die Dosis wird allmählich reduziert. Das sollte man auch, denn, wenn man solche Medikamente einfach absetzt, können unliebsame Nebenwirkungen auftreten. Viele dieser Medikamente können auch eine Abhängigkeit erzeugen. Johanniskraut hingegen ist völlig frei von diesen Risiken.

Das Mittel kann einfach gänzlich abgesetzt werden, ohne dass man Schaden nimmt. Auch ein weiterer Vorteil des Johanniskraut ist, dass man bei der Behandlung von psychischen Leiden nicht die Symptome unterdrückt, sondern vielmehr die Ursachen von Burn-out, Ungleichgewicht der Hormone, Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen an der Wurzel packt und bekämpft. Daher kommen sie auch nach dem Absetzen nicht wieder zurück.

Die Dosierungen

Johanniskrautöl

In Form von Ölen kann das Johanniskraut hervorragend als entzündungshemmende und schmerzlindernde Hilfe eingesetzt werden. Das Öl hilft besonders gut bei blaue Flecken, Verstauchungen, kleineren Verletzungen und Muskelverspannungen. Auch als Massageöl eignet sich Joahnniskrautöl wunderbar. Eine Dosierung an sich gibt es hier nicht, das Öl kann mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

Johanniskrauttee

Hierbei wird ein gehäufter Teelöffel des Johanniskrauts mit kochendem Wasser aufgebrüht und zehn Minuten ruhen gelassen.
Eine Tasse davon abends, sollte ausreichen, um innere Ruhe zu finden und besser einschlafen zu können. Besonders in der winterlichen Jahreszeit wird der Stimmungsaufheller gegen eine Winterdepression oder gegen leichte depressive Verstimmungen eingesetzt.

Johanniskrautdragees

Die Dragees können bei leichten bis mittelschweren Depressionen und Stimmungsschwankungen eingenommen werden. Hierbei beträgt die empfohlene Dosis dreimal täglich 1 Dragee mit 300 mg Trockenextrakt aus dem Johanniskraut.

  • > 2000 mg (hochdosiert): Zwischen 1000 und 2000 mg sollte die Tagesdosis von Johanniskraut sein, wenn es gilt Depressionen, Schlafstörungen und Angstzustände zu behandeln.
  • > 900 mg: 900 mg Johanniskrautextrakt täglich helfen bei PMS, Depressionen, Schlafstörungen, Nervosität. Zwei Kapseln mit je 900 mg Johanniskrautextrakt ergeben die empfohlene Höchstdosis.
  • > 600 mg: die tägliche Dosis von 600 mg eignet sich auch für Kinder mit Entwicklungsstörungen, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Nervosität und Depressionen.
  • > 300 mg: Tabletten oder Kapseln mit je 300 mg Johanniskrautextrakt eignen sich für Kinder und Jugendliche zu vorbeugenden Einnahme, etwa vor einer „depressiven“ Jahreszeit.

Ist eine Überdosierung mit Johanniskraut möglich?

Eine Überdosierung mit Johanniskraut ist möglich. Wie oben beschrieben sollte eine tägliche Höchstdosis von 1.800 mg nicht überschritten werden. Eine Überdosierung kann folgende Symptome auslösen:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Bewusstseinsstörungen
  • allergische Reaktionen
  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Unruhe
  • Mundtrockenheit

Eine besondere Gefährdung bei einer Überdosierung besteht durch:

  • eine erhöhte Phototoxizität
  • Krampfanfälle
  • Verwirrtheitszustände
  • Zittern
  • Fieber
  • Bewusstseinstrübungen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Wer neben Johanniskraut weitere Medikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt über mögliche Wechselwirkungen sprechen, denn Johanniskrautextrakte können die Wirksamkeit anderer Medikamente, beispielsweise von HIV-Medikamenten und Gerinnungshemmern, verändern. Im Regelfall bieten auch Apotheker eine diskrete Beratung an.

Fazit zur Johanniskraut Dosierung

Johanniskraut Dosierung: Zur Behandlung von depressiven Verstimmungen oder leichten Depressionen kann das Johanniskraut nachweislich helfen. Wer die Dosierung der Johanniskrautextrakte im Auge behält und sich danach richtet, wird keine negativen Symptome einer Überdosierung erleben.

Das Präparat kann nach Erzielung des gewünschten stabilisierten Zustand eines Menschen, bedenkenlos abgesetzt werden, ohne dass zu befürchten ist, dass dieselben Symptome wiederkehren.

Ein Wirkeintritt ist je nach Schwere der Symptome meist erst nach zwei Wochen spürbar, doch mit der ersten Besserung, verbessert sich meist das gesamte Leben eines Patienten, der unter Schlaflosigkeit, Nervosität, Depressionen usw. leidet. Bei einer zusätzlichen Einnahme von anderen Medikamenten ist ein Beratungsgespräch zu empfehlen, um Wechselwirkungen vermeiden zu können.

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