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Johanniskraut absetzen: Darf man einfach aufhören?

Johanniskraut.net kann Ihnen nur eine erste Richtung zum Thema Johanniskraut geben. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Johanniskraut absetzen: Johanniskraut ist ein Heilmittel auf pflanzlicher Basis. Es wird häufig bei Depressionen angewandt, da es die Stimmung hebt und die Betroffenen besser schlafen lässt. Das liegt sehr wahrscheinlich an den Stoffen Hyperforin und Hypericin. Johanniskrautöl wird bei Hautproblemen eingesetzt. Es ist entzündungshemmend, Wunden verheilen schneller und es lindert die Beschwerden bei Muskelschmerzen, Verstauchungen und Prellungen.

Johanniskraut kann sich unter Umständen nicht mit anderen Medikamenten vertragen und es können Wechselwirkungen auftreten. Deshalb sollte vorher mit einem Arzt gesprochen werden, bevor Johanniskraut konsumiert wird. Schwangere und Stillende sollten ebenfalls das natürliche Heilmittel nicht anwenden. Das Mittel gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen, zum Beispiel als Tabletten, Öl oder Pulver.

Wie schnell setzt die Wirkung von Johanniskraut ein?

Johanniskraut absetzen: Bis sich eine Wirkung einstellt, können mehrere Wochen vergehen. Es kommt auch auf die Höhe der Dosis an. Mindestens 600 bis 900 Milligramm sind die empfohlene tägliche Dosis. Es sollte beachtet werden, dass es im Handel eine Vielzahl von Johanniskraut-Produkten mit unterschiedlichen Stärken gibt.

In manchen Produkten ist nur wenig Johanniskraut enthalten, sodass diese Mittel auch unterschiedlich wirken. Studien haben ergeben, dass bei leichten und mittleren Depressionen Johanniskraut die Symptome besser lindert, als bei Placebo. Im Vergleich zu Antidepressiva-Medikamenten zeigte Johanniskraut die gleiche Wirkung.

Johanniskraut absetzen

Wie schnell kann man Johanniskraut absetzen?

Johanniskraut absetzen: Das hängt davon ab, wie lange Johanniskraut eingenommen wurde. Wer es längere Zeit eingenommen hat, sollte die Dosis nicht sofort absetzen, sondern langsam reduzieren. Obwohl es ein rein pflanzliches Mittel ist, können bei längerem Gebrauch Entzugserscheinungen auftreten.

Manche Menschen, die das Mittel plötzlich abgesetzt haben, berichten über Angstzustände, Schwindel und Übelkeit. Sinnvoller ist es, Johanniskraut über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu reduzieren, bevor die Einnahme gänzlich beendet wird.

Erscheinen nach dem Absetzen die Symptome wieder?

Johanniskraut absetzen: Ob es nach dem Absetzen von Johanniskraut wieder zu neuen Symptomen kommt, hängt von der eingenommenen Dosis, der Länge des Zeitraums und von der Art des Absetzens ab. Wurde Johanniskraut in Form von Pillen eingenommen und wurde die Einnahme abrupt unterbrochen, kann es zu Angstzuständen und Albträumen kommen. Deshalb ist es sicherer, das Mittel schleichend abzusetzen. Manche Menschen berichten aber auch davon, dass es nach dem Absetzen zu keinerlei Gegenreaktionen gekommen ist.

Worauf sollte man beim Absetzen von Johanniskraut achten?

Absatzerscheinungen können bis zu zehn Tage anhalten. Nach rund acht Tagen scheidet der Körper die Johanniskrautsubstanzen vollständig aus. Ein abruptes Absetzen ist nicht zu empfehlen. Vielmehr soll Johanniskraut schleichend abgesetzt werden.

Welche Alternativen gibt zu Johanniskraut?

Johanniskraut absetzen: Es gibt pflanzliche Alternativen zu Johanniskraut. Eine davon ist Melisse. Die sorgt für mehr Ausgeglichenheit bei den Betroffenen und erleichtert das Einschlafen. In der Apotheke gibt es die Heilpflanze als Tabletten, Kapseln oder Saft. Eine weitere Alternative zu Johanniskraut ist Ginseng. Es gehört zu den ältesten Heilmitteln aus der Natur.

Es fördert die Regeneration des Körpers und baut Stress ab. Es kann in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen kommen. Wer blutverdünnende und blutzuckersenkende Medikamente einnehmen muss, sollte vor der Einnahme den Arzt befragen. Kurkuma hellt ebenfalls die Stimmung auf. Zur Behandlung von Depressionen sollte ein höher dosiertes Präparat eingenommen werden.

Dieses bekommt man in der Apotheke. Bei schweren Depressionen sollte zu stärkeren Medikamenten gegriffen werden. Diese sind allerdings verschreibungspflichtig.

Warum überhaupt Johanniskraut?

Studien haben ergeben, dass Johanniskraut bei leichten und mittelschweren Depressionen genauso hilft, wie ein Antidepressiva. Allerdings treten beim Johanniskraut weniger Nebenwirkungen auf. Bereits seit mehreren Jahrhunderten wird das Mittel eingesetzt, nicht nur bei Depressionen. Zweifel gibt es lediglich darüber, ob das Mittel auch bei schweren Depressionen helfen kann.

Johanniskraut ist nicht nur gut bei Depressionen. Ebenso kann es zur besseren Wundheilung eingesetzt werden. Außerdem kann es auch zur Linderung von Schmerzen genommen werden. Dafür bietet sich Johanniskrautöl an. Die betroffenen Körperstellen werden mit ein paar Tropfen Johanniskrautöl eingerieben.

Macht Johanniskraut süchtig?

Johanniskraut absetzen: Johanniskraut hat kaum Nebenwirkungen. Es wirkt entspannend und stimmungsaufhellend, ohne zu dämpfen. Müdigkeit tritt auch nicht ein. Es besteht also keine Gefahr, dass man davon abhängig wird.

Darf man Johanniskraut auch im Sommer nehmen?

Johanniskraut darf auch in den Sommermonaten eingenommen werden. Direkte Sonnenstrahlung sollte dann aber vermieden werden oder es sollte ein entsprechender Hautschutz genommen werden.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Medikamenten nachteilig beeinflussen. Deshalb sollte man das Mittel nicht leichtfertig anwenden, wenn noch andere Medikamente eingenommen werden müssen. In diesen Fällen sollte vorher ein Arzt gefragt werden. Das gilt besonders bei Herzmedikamenten, AIDS-Medikamenten und bei der Anti-Baby-Pille. Wer unsicher ist, sollte seinen Arzt diesbezüglich fragen oder sich in der Apotheke Rat holen.

Johanniskraut aus der Drogerie oder doch besser aus der Apotheke?

Johanniskraut absetzen: Tests haben ergeben, dass die Dosierungen in der Drogerie geringer sind, als in der Apotheke. Das gilt auch für Johanniskraut-Tee. Hier sind die Dosen aus der Apotheke deutlich höher, als Johanniskraut-Tee aus der Drogerie. Wer auf der sicheren Seite sein will, kauft Johanniskraut in der Apotheke.

Ist zu viel Johanniskraut schädlich?

Johanniskraut absetzen: Bei höheren Dosierungen können Schwindel, Verdauungsstörungen, Jucken der Haut, Lichtempfindlichkeit und innere Unruhe auftreten. Im Vergleich zu chemischen Präparaten ist Johanniskraut aber verträglicher.

Verhütungsschutz

Es kann bei der Einnahme von Johanniskraut zu Beeinträchtigungen des Verhängnisschutzes kommen. Wer eine Schwangerschaft vermeiden will, sollte neben der Anti-Baby-Pille auch alternative Verhütungsmittel nehmen.

Fazit zu Johanniskraut absetzen

Johanniskraut absetzen: Johanniskraut ist ein Heilmittel, dass es bereits seit Jahrhunderten gibt. Angeboten werden Tees, Pillen, Pulver und Öle. Eingesetzt wird es unter anderem bei Depressionen, wenn sie einen leichten oder mittelschweren Verlauf haben. Außerdem hilft es bei Schlafstörungen und kann auch bei der Wundheilung sehr nützlich sein.

Verkauft wird Johanniskraut in Drogerien und Apotheken. Die Wirkung tritt erst nach zwei bis vier Wochen ein. Um einen vorzeitigen Abbruch der Therapie zu vermeiden, sollte das Medikament rund drei Monate eingenommen werden. Die Substanzen werden nach dem Absetzen nach rund acht Tagen ausgeschieden. Bei der Einnahme von Johanniskraut besteht keine Suchtgefahr. Es macht nicht müde und wirkt auch nicht dämpfend.

Eine Suchtgefahr ist deshalb nahezu ausgeschlossen. In Verbindung mit anderen Medikamenten kann Johanniskraut gefährlich werden. Vor der Einnahme sollte deshalb ein Arzt konsultiert werden. Es besteht ein deutlicher Unterschied von nicht apothekenpflichtigen und apothekenpflichtigen Johanniskraut-Medikamente. Dieser liegt darin, dass die Tagesdosis bei den Produkten aus der Drogerie deutlich unter den Werten liegt, als für eine Behandlung einer Depression notwendig ist. Zudem können sich auch die Inhaltsstoffe voneinander unterscheiden.

Sollte sich keine Verbesserung der Symptome einstellen, sollte ärztliche Hilfe gefunden werden. Wenn die Beschwerden länger anhalten oder wenn sich die Beschwerden nach und nach verstärken, ist der Rat eines Arztes erforderlich. Es kann zu Absetzungserscheinungen kommen. Diese können bis zu zehn Tage andauern. Es gab aber auch Fälle, da traten die Absetzungserscheinungen erst nach vier Wochen auf. Im schlimmsten Fall können die Depressionen wiederkommen.

Typische Anzeichen sind Schwindel, Schlafstörungen, Albträume, Angstzustände und eine innere Unruhe. Wichtig ist in jedem Fall, dass Johanniskraut nicht plötzlich abgesetzt wird. Die Dosis sollte langsam verringert werden. Das sollte über einen längeren Zeitraum geschehen. Wichtig ist beim Absetzen auch die Jahreszeit. Besser ist es, das Medikament erst im Frühling abzusetzen, denn die dunkle Jahreszeit schlägt ohnehin aufs Gemüt und kann zu Winterdepressionen führen.

Ein Absetzen während dieser Zeit wäre kontraproduktiv. Grundsätzlich ist nichts gegen die Einnahme von Johanniskraut einzuwenden. Wer Medikamente nimmt, sollte vorsichtiger damit umgehen. Ansonsten ist Johanniskraut ein wirksames Heilmittel und eine ideale Alternative zu chemischen Antidepressiva.

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